Vorschau: VfL Sindelfingen gegen SV Germania Obrigheim 2

Der erste Heimwettkampf der Saison! Und gleich ein Kracher. Der klare Meisterschaftsfavorit ist zu Gast. Die zweite Mannschaft des SV Germania Obrigheim hat auf jeden Fall das Niveau für die zweite Bundesliga und ist und hat nach drei Wettkampftagen schon einen klaren Vorsprung in der Tabelle.
D.h. Sindelfingen wird zwar chancenlos sein, aber die Hoffnung stirbt zuletzt – also vorbeikommen lohnt sich, denn es wird Gewichtheben auf Bundesliganiveau zu sehen sein. Beginn ist am 30.11 um 18 Uhr in der Turnhalle des Pfarrwiesengymnasiums in Sindelfingen.

SV Flözlingen gegen VfL Sindelfingen – Gewichtheben Oberliga 2019-11-03

Bilder vom Wettkampf  hier

Vergangenen Samstag ging es für die Sindelfinger Gewichtheber zum SV Flözlingen. In der letzten Saison lieferten sich beide Mannschaften sehr spannende Wettkämpfe.
Doch aufgrund ungünstiger Terminlage war klar, dass der VfL Sindelfingen nicht in Bestbesetzung antreten konnte und daher war wiedermal Flözlingen in der Favoritenrolle. Diese konnten sie auch bestätigen und gewannen sowohl das Reißen als auch das Stoßen mit Saisonbestleistung. Am Ende hieß es 434 zu 358 Relativpunkte und 3 zu 0 Siegpunkte für den Favoriten.
Dennoch zeigte der VfL eine starke Vorstellung. Und es ging auch um mehr als nur den Mannschaftssieg. Der Wettkampf war auch einer der letzten Wettkämpfe bei dem man die Norm für die deutsche Meisterschaft erfüllen konnte. Dieses Ziel hatten nicht nur einige Flözlinger vor Augen, als auch Isabelle Kurth und Betty Lee vom VfL.
Betty Lee benötigte nur fünf ihrer sechs Versuche um dieses Ziel zu erreichen. Nach einem leicht wackligen Erstversuch im Reißen mit 50kg kam sie immer besser in den Wettkampf. Das Reißen beendete sie im Plan mit neuer Bestleistung von 54kg. Im Stoßen zeigte sie sich kämpferisch und erfüllte sich ihr Ziel mit Hilfe einer neuer Bestleistung von 66kg. Die 120kg im Zweikampf und die 81 Relativpunkte sind ebenfalls neue Bestleistungen für sie.
Bei Isabelle Kurth war es deutlich spannender. Da sie sich im Reißen deutlich stärker fühlte, wollte sie in der ersten Teildisziplin den Grundstein zur Erfüllung der Norm legen. Ihr Ziel waren hier 60kg. Diese konnte sie aber nicht über den Kopf bekommen, somit blieb sie mit ihrem Zweitversuch von 58kg zwei Kilo hinter ihrem Plan. In ihrem ursprünglichen Plan hätte sie 70kg benötigt. Diese ließ sie auch im zweiten Versuch auflegen. Sie brachte das Gewicht auch im Ausfallschritt über den Kopf, jedoch gaben ihre Arme nach und sie musste die Hantel vorzeitig ablassen. Trotz des Fehlversuchs steigerte sie im dritten Versuch ging sie dann auf die für die Norm notwendigen 72kg. Der Umsatz war wieder tadellos. Und auch im Aussfallschritt hielten nun die Arme dem Gewicht besser stand und sie konnte den Versuch mit etwas Glück gültig in die Wertung bringen. Sie sicherte sich damit das Ticket zur deutschen Meisterschaft dann drei hervorragender Bestleistungen (Reißen, Stoßen und Zweikampf). Mit 83 Relativpunkten war sie zudem noch beste Sindelfingerin.
Ähnlich stark trumpfte auch Sarah Dosdall auf, sie konnte nach anfänglicher Nervosität im Reißen ihre Bestleistung auf 46kg ausbauen. Im Stoßen blieb sie nur 1kg darunter mit 55kg. Sie hatte auch 57kg über dem Kopf, bekam den Versuch aber wegen Nachdrückens ungültig gewertet.
Bei den Männern des VfL konnte Nicolai Györfi groß auftrumpfen. Nach zahlreichen Versuchen in den vorherigen Wettkämpfen konnte er nun seine Bestleistung im Reißen auf 90kg ausbauen. Auch im Stoßen lief es für ihn rund. Er stieg hier mit 102kg so schwer in den Wettkampf wie noch nie. Im zweiten Versuch stellte er dann mit 107kg eine neue Bestleistung auf. Somit waren die 207kg im Zweikampf und die 41 Relativpunkte ebenfalls neue Bestleistungen für ihn.
Komplettiert wurde das Team mit Marcel Dingler, der nach einer kleinen Hüftverletzung zurückkehrte und sich mit den Schnapszahlen von 99kg im Reißen und 111kg im Stoßen schon wieder stark präsentierte. Einzig für Sebastian Pawlik lief es nicht ganz rund an diesem Abend. Er kam auf 78kg im Reißen und 105kg im Stoßen. Mit 50 Relativpunkten bleibt er jedoch eine starke Stütze der Mannschaft und ist auch mit wenig Training nicht aus dem Team wegzudenken.
Der SV Flözlingen gewann am Ende klar, vor heimischen Publikum und ausverkaufter Halle. Ein herzliches Dank an den hervorragenden Gastgeber und sein gigantisches Publikum. Hier ist man gerne Gast.

Am 30.11 hat der VfL Sindelfingen seinen ersten Heimwettkampf der Oberligasaison. Gast ist der SV Germania Obrigheim 2, der nach drei Wettkampftagen schon mit Abstand die Tabelle anführt und das Niveau für die zweite Bundesliga hat. D.h. Sindelfingen wird hier zwar chancenlos sein, aber vorbeikommen lohnt sich, denn es wird Gewichtheben auf Bundesliganiveau zu sehen sein. Beginn ist am 30.11 um 18 Uhr in der Turnhalle des Pfarrwiesengymnasiums in Sindelfingen.

ASV Ladenburg gegen VfL Sindelfingen – Gewichtheben Oberliga 2019-10-19

Überraschungssieg in Ladenburg

Am vergangenen Samstag ging in der Oberliga für die Sindelfinger Gewichtheber zum Zweitliga Absteiger ASV Ladenburg. Ladenburg startete in die Saison mit über 400 Relativpunkte während Sindelfingen nur auf etwas über 300 Relativpunkte kam. Und da Ladenburg, wie Sindelfingen, viele Frauen in der Mannschaft haben, konnte Sindelfingen nicht mal auf den Punkt im Reißen spekulieren.
Am Wettkampftag sah die Sache jedoch etwas anders aus. Ladenburg konnte nicht auf ihre Mannschaft vom ersten Wettkampftag zurückgreifen wohingegen Sindelfingen in optimaler Besetzung antrat. So kam es, dass in einem sehr spannenden Wettkampf, indem die Führung mehrmals wechselte, am Ende der VfL Sindelfingen den Favoriten ASV Ladenburg mit 2 zu 1 Siegpunkten und 379 zu 371 Relativpunkten schlagen konnte.

Anfangs sah es danach aber noch nicht aus, denn im ersten Block des Reißens machten die drei Ladenburger Frauen ordentlich Druck und die drei Sindelfinger Frauen Sarah und Fiona Dosdall sowie Isabelle Kurth hielten nach Kräften dagegen. Nach dem ersten Block erarbeitete sich Ladenburg eine knapp Führung von 84.5 zu 76 Relativpunkte. In der zweiten Gruppe zeigte sich dann die Personalnot vom ASV Ladenburg. Sie mussten auf einen Heber aus ihrer Jugend zurückgreifen. Der 14 Jährige Ladenburger verkaufte sich sehr stark, aber für Jugendliche ist es sehr schwer Relativpunkte zu machen. So kam es das Sindelfingen im zweiten Block des Reißens das Blatt drehen konnten und die Führung mit 123 zu 109 übernahmen. Bis zum Ende des Reißens konnte dieser noch etwas ausgebaut werden auf 137.2 zu 128. Besonders stark präsentierte sich hier der Sindelfingern Thomas Hoffmann der die 100kg Marke im Reißen knackte.

Im Stoßen galt es nun diese Führung zu verteidigen. Im ersten Block erwiesen sich die drei Ladenburgerinnen etwas stärker als die Sindelfingerinnen und drehten das Blatt wieder. Nach dem ersten Block lag Ladenburg hauchdünn mit 255.5 zu 252.2 Punkten vorne. Wieder lag es am zweiten Block der Sindelfinger. Hier sprang nun Sebastian Pawlik ein, der für Nicolai Györfi das Stoßen übernahm. Nicolai ist ein Spezialist im Reißen, während Sebastian im Stoßen enorm stark ist. So drehte das Blatt nach den ersten Versuchen für Sindelfingen. Sie übernahmen die Gesamtführung mit 354.2 zu 341 und auch die Wertung im Stoßen übernahmen sie erstmals mit 271 zu 213. Diese Führung überdauerte auch die zweiten Versuche. In den dritten Versuchen scheiterten Betty Lee und Thomas Hoffmann leider an ihren Steigerungen und nur Sebastian Pawlik konnte auch den letzten Versuch in die Wertung bringen. So schmolz der Vorsprung im Stoßen auf 4 Punkte dahin, im Gesamtergebnis waren es noch starke 14 Punkte und der letzte Versuch war beim Ladenburger Lukas Roß. Dieser entschied sich dazu den Punkt im Stoßen den Sindelfingern zu entreißen und machte eine 5kg Steigerung auf 145kg. Diese konnte er auch souverän bewältigen und sorgte für etwas Erleichterung bei den Gastgebern, dass sie immerhin einen der drei Siegpunkte zu Hause behalten konnten.

Hervorzuheben auf Sindelfinger Seite sind auch die Bestleistunge von Sarah Dosdall im Reißen von 45kg und im Stoßen 56kg, sowie 54kg im Reißen von Isabelle Kurth.

In zwei Wochen geht es für Sindelfingen zum nächsten Auswärtswettkampf zum SV Flözlingen. Gegen den SV Flözlingen gab es in der letzten Saison zwei sehr spannende Wettkämpfe und auch in dieser Saison kann man ähnliches erwarten. In der letzten Saison hatte am Ende beide male Flözlingen knapp die Nase vorne und auch diese Saison sind sie in der Favoritenrolle.

Die Leistungen der Sindelfinger im Einzelnen:
Sarah Dosdall 45kg Reißen 56kg Stoßen 58 Relativpunkte
Isabelle Kurth 54kg Reißen 66kg Stoßen 73 Relativpunkte
Fiona Dosdall 64kg Reißen 80kg Stoßen 60 Relativpunkte
Betty Lee 51kg Reißen 65kg Stoßen 75 Relativpunkte
Thomsa Hoffmann 100kg Reißen 116kg Stoßen 60 Relativpunkte
Nicolai Györfi 88kg Reißen 8.7 Relativpunkte
Sebstian Pawlik 111kg Stoßen 44.5 Relativpunkte

Bilder vom Wettkampf hier