Krimi an der Hantel: VfL Sindelfingen triumphiert in dramatischem Duell gegen Schmiden


In einem nervenaufreibenden Wettkampf der Gewichtheber-Landesliga sicherte sich der VfL Sindelfingen am vergangenen Samstag einen knappen 2:1-Sieg beim TSV Schmiden 1902 e.V. Trotz eines Rückstands nach dem Reißen drehten die Gäste die Partie in einem dramatischen Stoß-Finale und stellten mit 375,4 Punkten eine neue Saisonbestleistung auf.

Der Wettkampf begann für die Sindelfinger zunächst mit einer Verfolgungsjagd. Trotz starker Einzelleistungen musste der VfL den Punkt für das Reißen mit 142,7 zu 156,0 den Gastgebern überlassen. Dabei zeigte Sarah Dosdall eine herausragende Frühform und glänzte mit einer neuen Bestleistung von 62 kg im Reißen, was ihr satte 40,5 Relativpunkte einbrachte. Auch Svenja Murillo (57 kg) und Joana Singer (50 kg) lieferten wichtige Punkte für das Teamkonto.

Die Wende im Stoßen
Nach dem verlorenen ersten Punkt bewiesen die Sindelfinger jedoch enorme Nervenstärke. In der Teildisziplin Stoßen wendete sich das Blatt – auch bedingt durch das Pech der Gastgeber. Die Schmidener Leistungsträgerin Alicia Kraiser fiel im Stoßen aus.

Der VfL Sindelfingen nutzte diese Chance eiskalt und steigerte sich in einen Rausch. Besonders Annika Göttermann wuchs über sich hinaus und stellte mit 62 kg ihre Bestleistung im Stoßen ein. Auch Lana Mohammad erwischte einen Sahnetag: Mit 48 kg im Reißen und 58 kg im Stoßen markierte sie gleich zwei neue persönliche Rekorde.

Starke Teamleistung sichert den Gesamtsieg
An der Spitze des Sindelfinger Aufgebots agierte der junge (15 Jahre) Kaito Möhle gewohnt souverän und steuerte mit 90 kg im Reißen sowie 115 kg im Stoßen wichtige Zähler bei. Nicolai Györfi, der im Reißen noch pausierte, stieg im Stoßen kraftvoll mit 112 kg ein und stabilisierte das Mannschaftsergebnis entscheidend. Ergänzt wurde die geschlossene Teamleistung durch Anja Sienerth (AK), die mit ihrer Erfahrung und 49 kg im Reißen sowie 70 kg im Stoßen einen soliden Wettkampf ablieferte.

Am Ende war es ein Millimeter-Sieg: Mit 232,7 zu 210,5 Punkten im Stoßen holte sich Sindelfingen nicht nur diese Teildisziplin, sondern sicherte sich mit einem Gesamtergebnis von 375,4 zu 366,5 auch den prestigeträchtigen Sieg im Zweikampf.

„Das war Werbung für den Sport,“ resümierte man im Lager der Sindelfinger. Mit dieser neuen Saisonbestleistung im Rücken blickt der VfL nun selbstbewusst auf die kommenden Aufgaben in der Landesliga.

VfL-Heber beweisen Moral gegen bärenstarke Böbinger

Ein Abend voller Emotionen und sportlicher Herausforderungen: In der Gewichtheber-Landesliga Mitte traf der VfL Sindelfingen am Samstag auf den SGV Böbingen II. Trotz großer Personalnot und individueller Hindernisse zeigten die Gastgeber Kampfgeist, mussten sich jedoch der Übermacht der Gäste mit 241,6 : 344,0 geschlagen geben.

Dass es ein schwerer Abend werden würde, war bereits beim Blick auf die Aufstellung klar. Denn die Sindelfinger Leistungsträgerin fiel verletzungsbedingt aus. Die Reserve des SGV Böbingen II erwischte zudem einen absoluten Sahnetag und markierte mit 344,0 Punkten ihre bisherige Saisonbestleistung.

Kaito Möhle im Rausch: Bestleistungen am Fließband

Der sportliche Lichtblick des Abends war zweifellos Kaito Möhle. Während das Team mit Ausfällen kämpfte, wuchs Möhle über sich hinaus und avancierte zum heimlichen Star des Abends. Mit einer beeindruckenden Serie von gültigen Versuchen pulverisierte er seine bisherigen Rekorde: Sowohl im Reißen (92 kg) als auch im Stoßen (120 kg) stellte er neue persönliche Bestleistungen auf. Mit insgesamt 44,4 Relativpunkten lieferte er eine bärenstarke Vorstellung ab und bewies, welche Entwicklungssprünge er in den letzten Monaten gemacht hat.

Svenja Murillo als Punktelieferantin – Thomas Hoffmann beißt sich durch

Inmitten der schwierigen Umstände glänzte vor allem Svenja Murillo. Sie lieferte einen technisch sauberen und nervenstarken Wettkampf ab. Mit 119 kg im Zweikampf (56 kg Reißen / 66 kg Stoßen) sammelte sie beeindruckende 78,0 Relativpunkte und war damit die unangefochtene Top-Scorerin des VfL.

Besonderen Teamgeist bewies Thomas Hoffmann. Obwohl er aufgrund einer fehlenden Trainingsstätte an seinem neuen Wohnort derzeit nicht an seine Bestform der vergangenen Jahre anknüpfen kann, stellte er sich ohne Zögern in den Dienst der Mannschaft. Mit seiner Routine und einem Zweikampfergebnis von 213 kg sicherte er dem Team wichtige Punkte ab, die ohne seinen Einsatz kaum zu erreichen gewesen wären.

Pech, Premieren und persönliche Bestmarken

Der Wettkampf war jedoch auch von Rückschlägen geprägt. Annika Göttermann startete stark ins Reißen  mit einer neuen Bestleistung von 49 kg. Sie musste dann aber das Stoßen aufgrund heftiger Wadenkrämpfe absagen. Zudem fiel Sarah Dosdall verletzt aus, während Nicolai Györfi wegen hartnäckiger Schulterprobleme im Reißen durch Oliver Murillo ersetzt wurde. Györfi biss jedoch im Stoßen für den VfL die Zähne zusammen und kam dort auf ordentlich 114 kg. Oliver Murillo kam auf 72 kg im Reißen, was nur 1 kg unter seiner aktuellen Bestleistung ist.

Ein echtes Erfolgserlebnis feierte Lana Mohammad: In ihrem allerersten Wettkampf behielt sie die Nerven. Sie zeigte sechs gültige Versuche und steuerte solide 21 Relativpunkte bei – ein Versprechen für die Zukunft.

Fazit

Trotz der 0:3-Niederlage nach Tabellenpunkten können die Sindelfinger erhobenen Hauptes aus diesem Duell gehen. Dass man gegen einen Gegner, der Saisonbestleistung hebt, unter diesen Vorzeichen das Nachsehen hat, ist verkraftbar. Die Moral innerhalb der Truppe stimmt jedenfalls für die kommenden Aufgaben.

Junges Talent Wilko Schwenk glänzt beim Zwei Burgen Turnier in Weinheim

Der Gewichtheber-Nachwuchs des VfL Sindelfingen hat beim renommierten Zwei Burgen Turnier in Weinheim beeindruckend auf sich aufmerksam gemacht. Der erst 13-jährige Wilko Schwenk vertrat die Farben des Vereins bei diesem speziellen Wettkampf für junge Gewichtheber und lieferte eine herausragende Leistung ab, die in einer deutlichen Steigerung seiner persönlichen Bestleistungen mündete.

Persönliche Rekorde pulverisiert
In einem spannenden Kräftemessen konnte Wilko Schwenk seine Trainingsfortschritte eindrucksvoll unter Beweis stellen. Im Reißen, der ersten Disziplin, bewältigte er souverän 41 Kilogramm und übertraf damit seine bisherige Bestmarke deutlich.

Auch im Stoßen zeigte der junge Athlet Nervenstärke und technische Präzision. Hier gelang es ihm, beeindruckende 51 Kilogramm zur Hochstrecke zu bringen. Die Summe seiner Leistung führte nicht nur zu zwei neuen persönlichen Rekorden, sondern auch zu einer hervorragenden Platzierung.

Silbermedaille für den VfL
In seiner Alters- und Gewichtsklasse sicherte sich Wilko Schwenk den hervorragenden zweiten Platz. Mit dieser Silbermedaille unterstrich er sein großes Potenzial und belohnte sich für seinen Trainingsfleiß.

Der Erfolg beim Zwei Burgen Turnier ist ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft der Gewichtheber-Abteilung des VfL Sindelfingen. Trainer und Verein blicken gespannt auf die weitere Entwicklung des jungen Talents.

Deutsche Meisterschaft: Sarah Dosdall glänzte in Böbingen

Bei der Deutschen Meisterschaft im Gewichtheben in Böbingen demonstrierte Sarah Dosdall am gestrigen Wettkampftag in der B-Gruppe eine herausragende Form und stellte eine persönliche Bestleistung im Reißen ein.

Die Athletin zeigte sich im Reißen stark, wo sie nach erfolgreichen Versuchen bei 57 kg und einem Fehlversuch bei 60 kg im dritten Anlauf die eingestellte Bestleistung von 60 kg erfolgreich bewältigte.

Im Stoßen setzte Dosdall die Erfolgsserie fort. Nach einem gültigen Start bei 73 kg und einem Fehlversuch bei 75 kg, sicherte sie sich den Abschlussversuch mit erfolgreich gehobenen 75 kg.

Mit einer Gesamtlast von 135 kg im Zweikampf (Reißen 60 kg / Stoßen 75 kg) lieferte Dosdall eine beeindruckende Performance ab. Dieses Resultat lag lediglich ein Kilogramm unter ihrer persönlichen Bestleistung im Zweikampf und wurde mit starken 92 Relativpunkten bewertet.

Nachdem am Abend die Ergebnisse der A-Gruppe feststanden und alle Resultate zusammengeführt wurden, belegte Sarah Dosdall schließlich den 14. Platz im Gesamtklassement. Mit der gezeigten Top-Leistung und der knappen Verfehlung ihrer Zweikampfbestmarke konnte Dosdall ihre hervorragende Form bei der nationalen Meisterschaft eindrucksvoll bestätigen.